Bisherige Kommunikationstipps aus meinem Newsletter

Kommunikationstipp Nr. 1:

Sei ehrlich und offen und beschreibe was in Dir vorgeht.

Wenn Du Deine Bedürfnissee klar und präzise aussprichst, sorgst Du für ein besseres Verständnis in Dir und bei dem anderen. Der andere kommt dann nicht in die Not „Gedanken lesen zu müssen“ was in der Regel zu Missverständnissen und Verwirrung sorgt.
Erst dann können bei konkreten Situationen auch gute Kompromisse gefunden werden. Wenn diese überhaupt noch notwendig sind.

Für mich war ein AHA-Erlebnis als ich vor Jahren mit einem Kollegen aus der Pause zurück in das Büro kam und wir beide zum Fahrstuhl liefen. Ich bin normalerweise die 2 Etagen gelaufen, dachte aber „das kann ich dem anderen nicht zumuten“. Im Fahrstuhl erwähnte ich dann, dass ich normalerweise laufe, worauf der Kollege antwortete „ich auch“.

Hätten wir ehrlich unser Bedürfnis geäußert, hätten wir festgestellt, dass wir beide das gleich wollen. Da wir es nicht getan haben, haben wir uns beide in einer Situation wiedergefunden, die wir beide nicht wollten. So, oder so ähnlich ist es in vielen Fällen wenn wir „glauben“ zu wissen was der andere denkt und danach im „vorauseilenden Gehorsam“ handeln.

Also, die nächsten 2 Wochen zur Übung offen und ehrlich sagen was Du möchtest und staunen was alles passiert.


Kommunikationstipp Nr. 2:

Benutze die ICH – Form

Häufig beginnen wir die Sätze in DU- Form und sind gleichzeitig dabei dem anderen sogleich mit einem Vorwurf, einer Schuldzuweisung oder ähnlichem zu begegnen. Das Gespräch ist beendet, BEVOR es richtig angefangen hat, da der Gesprächspartner „automatisch aussteigt“.

Spreche in ICH Form und mache deine persönliche Sicht klar, wie z.B. mit folgenden Sätzen:

  • „In meiner Wahrnehmung…“
  • „Meiner Meinung nach …“
  • „Ich sehe/erlebe das so…“
  • „Ich habe den Eindruck…“

Wenn Du von Dir sprichst, ist das ehrlich, persönlich und erzählt von deinem Erleben und das ist immer richtig! und der andere fühlt sich NICHT angegriffen!


Kommunikationstipp Nr. 3:

Frage nach !

Wenn Du glaubst etwas verstanden zu habe, frage nach, verstehe nicht zu schnell.

Oft interpretieren wir –mit unseren eigenen Gedanken und Erfahrungen- etwas in einen Satz, ein Gespräch hinein oder lassen den anderen seinen Satz erst gar nicht zu Ende sprechen.

Interpretationen, Vermutungen, Unterstellung sind höchst trennend im Gespräch und führen zu vielen sogenannten Missverständnissen, da beide Seiten von unterschiedlichen Sachverhalten ausgehen.

Stelle also erstmal sicher, dass du auch richtig verstanden hast. Wie z.B. mit folgender Frage:
„Habe ich richtige gehört/verstanden…“


Kommunikationstipp Nr. 4:

Sprich die konkrete Situation an – ZEITNAH!

Lass nicht erst den Ärger entstehen, wenn eine Situation für dich nicht in Ordnung ist, die dich zunehmend wütender macht, da du sie in der Regel mit stressigen, bewertenden Gedanken anreicherst, die in eine Hilflosigkeit führt.

Prüfe mit den 4 Schritten der „Gewaltfreien Kommunikation“ um was es dir geht. Gebe Dir und dem anderen die Chance, über das was dich ärgert oder nicht in Ordnung ist zeitnah in der Ruhe zu sprechen. Ihr könnt euch dann beide besser an das erinnern was war und geratet nicht in den Bereich der –vagen- Erinnerungen.

Ich weiß es ist eine Übung für sich einzustehen, aber es lohnt sich. Denn wenn ihr es nicht macht, wer macht es dann? Niemand!


Kommunikationstipp Nr. 5:

Schau den anderen an – wenn Du mit ihm sprichst!

Unsere neue Wohnung hat eine Galerie und der Bequemlichkeit halber, wurde einfach mal so aus der Ferne, dem anderen etwas zugerufen oder mit ihm gesprochen. Schnell zeigte sich, dass der andere nichts gehört hat oder nicht vollständig das gesprochene mitbekommen hat. Dieser, oft aus eben aus Bequemlichkeit heraus entstehendem Umgang fällt mir, auch in vielen anderen Bereichen, immer wieder auf.

WICHTIG ist Kontakt mit dem anderen aufzunehmen und zu prüfen ob er gerade kann (oder eventuell etwas anderes macht, das die ganze Konzentration braucht).

Sage zuerst den NAMEN, warte bis eine Reaktion und ein Augenkontakt entsteht – dann rede erst weiter. Probiert es aus! Die oder der Angesprochene wird über die wertschätzende Art erfreut sein.


Kommunikationstipp Nr. 6:

Gesagt ist nicht unbedingt auch gehört

Erinnert ihr euch noch an die „stille Post“ aus der Schule?

Einzelne Sätze wurden in das Ohr des Nachbarn geflüstert und irgendwie sind sie in der Regel so exakt nicht bei der nächsten Person angekommen.

Daher ist es wichtig, das was du gehört hast, also was die Person gegenüber gesagt hat, nochmals zusammenzufassen.

Habe ich richtig gehört, du möchtest …../ dir ist jetzt das wichtig“

Diese Technik bringt Klarheit für beide Seiten und ist einer der besten Möglichkeiten, Missverständnisse zu vermeiden – nicht nur im privaten sondern auch im beruflichen Rahmen.


Kommunikationstipp Nr. 7:

Sei ab und an MILDE.

Es braucht nicht alles bis auf den letzten Punkt ausdiskutiert werden!

Das ist für viele Menschen belastend und sie scheuen das nächste (stressige) Gespräch. Unterschiede dürfen einfach da sein. Gerade in der Partnerschaft ist das ein wichtiger Aspekt, denn wir Frauen entwickeln im Gespräch Strategien und reflektieren, während die Männer bestimmte Themen erst mit sich selbst klären. Die „weibliche“ Variante wird dann von dem Partner als anstrengend und stressig wahrgenommen.

Tipp: Lass die Dinge zu einem Teil einfach stehen. Die Person gegenüber wird es dir danken und die nächsten Male wieder offen und gesprächsbereit sein. Wichtig ist doch, grundsätzlich im Gespräch zu bleiben.


Kommunikationstipp Nr. 8:

Sei achtsam mit deinem Lob.

Warum lobst du?
Möchtest du wirklich einfach nur mitteilen, dass dir etwas gefallen hat?
Oder versuchst du mit deinem Lob etwas zu erreichen d.h. zu manipulieren?

Tipp: Frage dich ehrlich, was ist die Motivation für dein Lob?


Kommunikationstipp Nr. 9:

Nutze „ICH BIN …. „.

wenn du von deinem Gefühl sprechen möchtest.