Praxisbeispiel zu THE WORK

Eine junge Frau rief mich an und bat um eine telefonische Sitzung.

Immer wieder lernte sie nette Männer kennen, die von ihr am Anfang begeistert und sehr an ihr interessiert waren, um sich dann mit einem Mal von ihr zu trennen.

Gerade hatte sie wieder einen Mann kennengelernt, der ihr sehr am Herzen lag und sie wollte es diesmal „besser“ machen.

Im Laufe des Einstieggespräches kristallisierte sich relativ schnell heraus welchen Glaubenssatz sie hatte.

Männer können nicht treu sein.

 

Mit dem Prozess von Work konnte sie erleben, welche körperlichen Auswirkungen dieser Satz auf sie hatte. Augenblicklich begannen Magenschmerzen, das Herz fing an zu rasen und gleichzeitig entstand ein großer Druck in ihrem Oberkörper.

Trauer und Selbstmitleid führten dazu, dass sie sich aus dem aktiven Leben zurück nahm und nicht mehr in der Lebendigkeit war, in der sie den Mann kennengelernt hat. Gleichzeitig konnte sie spüren, dass die Angst diese Untreue zu entdecken, sie permanent begleitete was dazu führte, dass sie jede Aussage und Handlung des Mannes unter die Lupe nahm. Von Leichtigkeit war keine Spur mehr zu entdecken.

Im Laufe der Stunde erinnerte sie sich daran, dass ihr Vater ihre Mutter betrogen hat. Als junges Mädchen hatte sie miterleben dürfen, wie dieser Sachverhalt eine große Krise in der Ehe ihrer Eltern ausgelöst hat.

Zum Abschluss begannen wir gemeinsam, den belastenden Satz in unterschiedlichste Variationen „umzudrehen“. Wir stellten fest, dass andere Sachverhalte zum Thema Treue sehr viel wahrer waren, als der ursprüngliche Glaubenssatz.

Zum Ende der Sitzung, die rund 1 Stunde angedauerte, hatte der belastende Glaubenssatz seine Kraft verloren und die Klientin wusste nun, wie sie mit neuer Gelassenheit und innerem Vertrauen diese Beziehung weiterführen kann.